Schutzmaßnahmen, Mineralwasser, Wasseraufbereitung // Text // Schutzmaßnahmen:Bis heute wird immer noch empfohlen, das Wasser vor Entnahme ablaufen zu lassen. Das ist jedoch aus vielen Gründen wenig sinnvoll.Das vielfach empfohlene Ablaufenlassen vor dem Benutzen senkt zwar die Belastung, ist aber keine echte Alternative. Je nach Länge der Leitunge... // Biofeedback, Biofeedbackgeräte und alternativ medizinisches - Das IPN
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Welche Möglichkeiten der Abhilfe gibt es
Schutzmaßnahmen, Mineralwasser, Wasseraufbereitung

Schutzmaßnahmen:

  • Bis heute wird immer noch empfohlen, das Wasser vor Entnahme ablaufen zu lassen. Das ist jedoch aus vielen Gründen wenig sinnvoll.
  • "Das vielfach empfohlene Ablaufenlassen vor dem Benutzen senkt zwar die Belastung, ist aber keine echte Alternative. Je nach Länge der Leitungen sind oft unzumutbar lange Zeiträume dafür erforderlich und schon nach kurzer Stagnation können die Werte erneut erhöht sein." (Prof. Hermann Dieter / Umweltbundesamt) Auch vorher duschen hilft da nicht, da die Küche meist eine andere Steigleitung hat.
  • Früher dachte man, daß Kalkablagerungen in den Rohren vor Blei schützen, "das hat sich als folgenschwerer Irrtum herausgestellt" (Prof. Hermann Dieter)
  • Langes Ablaufenlassen ist Wasserverschwendung und deswegen ökologisch unvertretbar.
  • Ablaufenlassen hilft nur gegen Metalle, die von den Hausleitungen abgegeben werden. Alle anderen Schadstoffe bleiben dabei im Wasser.
  • Dasselbe gilt auch bei dem Austausch der Rohrleitungen, so sinnvoll es natürlich ist, Bleirohre durch ungefährlichere Materialien zu ersetzen.

Mineralwasser:

Mineralwasser zeichnet sich dadurch aus, daß ein Mindestgehalt an Mineralstoffen (1 Gramm) pro Liter gelöst sein muß. Ob Mineralwässer allerdings unbedingt besser sind als Leitungswasser ist fraglich.

  • Das Magazin "Natur" ließ 240 Mineralwassermarken auf Nitrat, Nitrit, Natrium und Arsen testen. 121 Marken lagen dabei über den Richtwerten der Trinkwasserverordnung.
  • Mineralwässer können radioaktiv mit Radium und Strontium belastet sein, wie aus einer Untersuchung des Bundesgesundheitsamt hervorgeht. Die Werte lagen bei weniger als 1 mBq/l bis zu 1780 mBq/l.
  • Die verwendeten Flaschen werden mit viel Wasser und Energie hergestellt, chemisch gereinigt und oft sehr lange Wege transportiert (Homöopathie Effect). Unter ökologischen und gesundheitlichen Gesichtspunkten ist das nicht vertretbar.

Mineralwasser unterliegt der Mineralwasserverordnung. Diese entspricht nicht der Trinkwasserverordnung. Es müssen für Mineralwasser erheblich weniger Werte kontrolliert werden (so sind z.B. Untersuchungen auf Pestizide und Nitrat gar nicht vorgeschrieben) und es sind z.T. höhere Grenzwerte als bei Trinkwasser erlaubt. So darf Trinkwasser höchstens 10µg/Liter Blei und Arsen enthalten, während Mineralwasser bis 50µg Arsen und 40 µg Blei pro Liter enthalten darf.

Bei stillen Flaschenwässern kann es, besonders bei Kunststoffflaschen, zu erheblicher Verkeimung kommen. Bei einer Untersuchung im Auftrag von RTL-Extra im Oktober 1995 hat Prof. F. Daschner vom Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene in Freiburg in 30% der getesteten stillen Wässer unter anderem Erreger von Hirnhaut-, Harnwegs- und Lungenentzündungen gefunden). Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e. V. empfiehlt wegen Verkeimungsproblemen in ihrer Broschüre "Mineralwasser" bei der Verwendung von Mineralwasser und insbesondere von stillen Wassern für die Zubereitung von Säuglingsnahrung: "Kochen Sie das Wasser unmittelbar vor der Zubereitung von Säuglingsnahrung ab."

  • Flaschenwasser wird zum Durstlöschen benutzt. Es wird aber meist übersehen, daß belastetes Trinkwasser weiterhin für die Zubereitung von Getränken (Kaffee, Tee, Säfte) und als Kochwasser verwendet wird.

Resümee: Als Übergangslösung bei stark belastetem Wasser, für unterwegs und zum gelegentlichen Gebrauch kann Wasser aus der Flasche sinnvoll sein. Als Dauerlösung ist es unter den oben genannten Gesichtspunkten kritisch zu betrachten.

Möglichkeiten der Wasseraufbereitung

Betrachtet man die verschiedenen Geräte/Systeme der Wasseraufbereitung, sollte man zunächst Mindestanforderungen definieren.

  • Der Filter sollte das Wasser qualitativ verbessern.
  • Die enthaltenen Schadstoffe sollten möglichst vollständig entfernt werden.
  • Der Filter selbst sollte keine Schadstoffe an das Wasser abgeben und nicht verkeimen oder verpilzen.
  • Die Schadstoffreduktion sollte für die gesamte Lebensdauer des Filters geprüft und garantiert sein.
  • Mineralstoffe sollten nicht mit entfernt werden.
  • Das Wasser sollte fließend, frisch und wohlschmeckend sein.
 
   1.    Kohlegranulatfilter / Ionenaustauscher
   2.    Dampfdestillation
   3.    Umkehrosmose
   4.    Aktivkohle
 

"Trinkwasser kann heute am Ort des Verbrauchs durch den Einsatz von Filtern von gesundheitsschädlichen Stoffen ganz oder teilweise befreit werden. Durch die richtige Auswahl kann eine deutliche Qualitätsverbesserung des Trinkwassers erreicht werden."

 

Lesen Sie weiter: Die Inhaltsstoffe von Trinkwasser
 
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