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Die Inhaltsstoffe von Trinkwasser
Bestimmte Stoffe haben grundsätzlich im Trinkwasser nichts zu suchen
Wasser - häufig als Lebenselixier bezeichnet - gerät immer mehr in die Schlagzeilen. Denn wirklich sauberes Wasser wird auf unserem Planeten knapp.

Die Anforderungen an die Trinkwasseraufbereitung wachsen und die Wasserwerke sind gezwungen sich zu riesigen chemischen Fabriken zu entwickeln.

In der Regel kann man sich auf die gesetzlich vorgeschriebene Einhaltung einer Mindestqualität verlassen. Doch eine gewisse Unsicherheit bleibt beim Verbraucher bestehen. Das liegt zum Einen daran, dass bei uns Ausnahmegenehmigungen für höhere Konzentrationen diverser Stoffe bestehen und Grenzwerte nicht immer bei allen aufgeführten Substanzen eingehalten werden können, und zum Anderen, dass vile (in Deutschland ca. 550.000) Haushalte nicht an ein Wasserwerk angeschlossen sind und sich aus eigenen Trinkwasserbrunnen versorgen müssen. Diese gehen in der Regel ein prinzipiell größeres gesundheitliches Risiko ein.

Einen quantitativen Mangel an Wasser gibt es bei uns eigentlich nicht, da wir in Mitteleuropa über das ganze Jahr verteilt ausgiebige Niederschläge haben. Nur in sehr lang anhaltenden trockenen Perioden kann es in bestimmten Gebieten zeitweise zu Wassermangelsituationen kommen. Die Wasserbilanz, d.h. Wasserverluste durch Verdunstung und Abfluss werden durch ausreichende Niederschläge ersetzt, ist in Deutschland ausgeglichen. Hier wird nicht das Wasser selbst knapp, sondern der Vorrat an sauberem Wasser, das zur Trinkwassergewinnung verwendet werden kann.

Der sorglose Umgang mit dem kostbaren Nass und der enorme Verbrauch mit jährlich 100 Billionen Tonnen Wasser, hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass die Qualität des Wassers zunehmend schlechter wurde. Als Wasserverschmutzer gelten die Industrie, die Landwirtschaft, die privaten Haushalte, die öffentliche Kanalisation sowie die Altlasten.

Was im Trinkwasser an Inhaltsstoffen enthalten sein kann ist enorm. Hier sollen nur einige wenige Inhaltsstoffe angesprochen werden, die aus bestimmten Gründen erwünscht oder gesundheitlich bedenklich sind.

Bestimmte Stoffe haben grundsätzlich im Trinkwasser nichts zu suchen. Dazu gehören Schwermetalle, halogenierte Kohlenwasserstoffe (CKW = Chlor-Kohlen-Wasserstoffe oder FCKW = Fluor-Chlor-Kohlen-Wasserstoffe), Trihalomethane, Pestizide (Insektizid, Herbizide, Fungizide, Akarizide, Nemtizide und Molluskizide), Medikamentenrückstände und Hormone (z.B. Östrogene oder deren Abbauprodukte die Toxafene).

Andere Stoffe, wie Nitrat, Natrium und Fluor können in größeren Konzentrationen gesundheitsschädlich sein und wieder andere, wie die Härtebildner Calcium und Magnesium sind zwar gesundheitlich erwünscht, können aber "lästig werden" noch andere sind wie die Phosphate vorrangig umweltschädlich.

Die mikrobiologische Belastungen des Trinkwassers durch Bakterien und andere Kleinstlebewesen wie Amöben oder Ciliaten darf auch nicht außer acht gelassen werden. Wenn Trinkwasser ein Wasserwerk verlässt, ist es in der Regel hygienisch einwandfrei. Probleme kann es auf dem Weg zum Wasserhahn geben. Defekte Leitungen, Rohrbrüche oder Reparaturarbeiten im Wasserversorgungsnetz sind oft auch Ursache dafür, dass mikrobiel verunreinigtes Wasser (Regen- oder Abwasser) in das Trinkwassernetz eindringt und zu einer erneuten Verkeimung führt.

Auch die unterschiedlichen Materialien des Rohrleitungssystems nimmt Einfluss auf die Trinkwasserqualität. Die großen Zuleitungsrohre der Wasserversorgungsunternehmen, die bis zu den Hausanschlüssen verlegt werden, bestehen aus PVC, Gusseisen, Stahl oder Asbestzement. In den Haushaltsanschlussleitungen bis zur Übergangsstelle an der Wasseruhr finden sich Rohrleitungen aus Gusseisen, Kunststoff, Kupfer, aber auch noch aus Blei. In der Hausinstallation selbst sind Rohre aus Blei, Kupfer, verzinkte Stahlrohre (Zink enthält Beimengungen von Cadmium), Edelstahlrohre (mit Legierungsanteilen wie Chrom, Nickel oder Molybdän) oder Kunststoffrohre aus PVC (Polyvinylchlorid), PE (Polyethylen) oder PP (Polypropylen) verlegt. Viele der aufgeführten Materialien lassen unter bestimmten Bedingungen zum Teil toxische (giftige) Substanzen in das Wasser.

 

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