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Gehirnpotentialtraining (ULP)
Training des psychogenes Feldes

ULP = ultra langsame Potentiale

Nicht von ungefähr steht diese neue Trainingsart am Anfang der einzelnen Trainigsbeschreibungen. Dieses Verfahren (von unserem Institut 1983 im Zuge einer meiner Forschungsarbeiten entdeckt, siehe dazu das Buch "Das neue Kopftraining der Sieger, ORAC Verlag) bringt in das Biofeedbacktraining eine neue Dimension ein, die den einzelnen Patienten ganzheitlich betrachten hilft. Ebenso bringt dieses Verfahren erstmals die Möglichkeit in die Tiefe der Psyche des Patienten zu schauen. Reaktionen, Ursache von Gefühlen und Emotionen können mittels diesem Verfahren erstmals auf den Grund gegangen werden. Eine tiefgreifende Diagnose aber auch ein ebenso tiefgreifendes Biofeedbacktraining (am Ursprung des Geschehens und nicht an seinen Ausläufern) wurde erstmals möglich. Die Zukunft des Biofeedbacktrainings kann nur unter Berücksichtigung und Einbeziehung des psychogenen Hirnfeldes und seinem Training erfolgen.

Das psychogene Feld ist die Schablone, durch die unser Bewusstsein geformt und durch die alle internen und externen Informationen verarbeitet werden.

Durch die Manipulation des psychogenen Feldes (Biofeedbacktraining) lässt sich eine Bewusstseinsveränderung und auch Erweiterung erzielen. Es zeigt sich, dass es zumeist genügt, das psychogene Hirnfeld zu ändern um auch das psychogene Körperfeld zu ändern. Das psychogene Feldtraining wird bei uns bei fast allen Problemstellungen eingesetzt egal ob es sich um den Bereich Sport, Kunst, Management oder Krankheit handelt. Das psychogene Feld wird durch Biofeedbacktraining desselben harmonisiert (ausgeglichen). Bei manchen Fällen wird der Schwerpunkt des Feldes in eine bestimmte Richtung verschoben um neue Fähigkeiten im Gehirn zu aktivieren.

"Das Gehirn reguliert sich am besten durch das Gehirn selbst".

1976 gelang es erstmals, die ständig im Gehirn auftretenden langsamen Potentialschwankungen unter willentliche (operante) Kontrolle zu bringen und das Verhalten der Versuchspersonen infolge dieser Veränderungen vorhersagbar zu machen. In Erwartung eines Signals, einer Aufgabe oder einer Informationsverarbeitung, entwickelt sich in den oberen Cortexschichten (von der Kopfoberfläche mittels Elektroden messbar) eine langsame negative Potentialverschiebung. Veränderungen zeigen sich z.B. bei Musikern in Erwartung ihres Einsatzes, bei Sportlern in Erwartung ihres Starts oder einer bestimmten Aktion (Tormann beim Angriff), bei ängstlichen Menschen in Erwartung eines angstauslösenden Objekts, bei Autofahrern in Erwartung des Umschaltens der Ampel von rot auf grün, bei Schülern in Erwartung einer Rechenaufgabe, um nur einige von unzähligen möglichen Beispielen zu nennen. In diesen langsamen Potentialverschiebungen spiegelt sich die Vorbereitung des Gehirns für erwartete Leistungen oder spezifische Verhaltensweisen wieder. Die Potentialverschiebung in Richtung negatives Potential wird zunehmend größer, wenn schwierige, aufregende, fordernde Aktionen antizipiert werden. Ist die Reaktion des Gehirnpotentials richtig (nicht zu viel und nicht zu wenig), geht sie mit besseren, effektiveren Handeln einher. Bessere motorische Reaktionsgeschwindigkeit, höhere Beobachtungsgenauigkeit, schnelleres Handeln, perfektere Bewegungsabläufe, somit richtige fehlerfreie Reaktion im richtigen Augenblick. Auch Denk- und Rechenaufgaben werden schneller und besser gelöst, wenn die Hirnrinde zuvor "negativiert" worden ist. Trainierende die die Kontrolle über ihre langsamen Potentialverschiebungen zu erzielen suchten indem sie körperliche Reaktionen veränderten (Atem, An- und Entspannung der Muskeln, Augenbewegungen usw.) sind weniger erfolgreich als Menschen, die kognitive Strategien einsetzen, etwa Konzentration, Suggestion, Vorstellungen...

Innerhalb einiger Potential-Biofeedbacksitzungen lernen die Trainierenden, ihre Großhirnrinde auf "Kommando" entweder elektrisch negativer (Aktion) oder elektrisch positiver (Entspannung des Gehirns) zu machen. Schließlich erhalten die Trainierenden den Auftrag, dass das Erlernte auch ohne Hilfe von der Biofeedbackanordnung, also nur über ihre Vorstellung, zu bewerkstelligen. Ist dies erreicht, so ist das Potentialtraining erfolgreich beendet.

Neue Technologien und Computeranalysen machen es uns möglich, Messungen von langsamen Potentialverschiebungen, auch mitten in sportlichen Aktionen, vorzunehmen. So können Erkenntnisse über Fehlverhalten in Extremsituationen gewonnen werden, z.B. beim Tennisspieler beim Aufschlag, Fechter beim Angriff oder bei Abwehr einer Attacke, Fußballer und Handballer in Aktion... Was geschieht mit der Konzentration? Wo muss mittels Biofeedbacktraining geholfen werden? Was kann ein Trainer im normalen Training ändern? 

Fällt unter Stress die Konzentration des Gehirns und das richtige "Arbeitsniveau" ab, oder überaktiviert sich das Gehirn in Stresssituationen, verursacht dies Aufmerksamkeitsstörungen (durch falsche Änderungen der Normaltätigkeit des vordersten, frontalen Hirnabschnittes). 

Nach unseren jahrelangen Erfahrung mit praktischem Gehirnpotentialtraining (Biofeedback) können wir sagen, dass dies die unmittelbarste Methode ist, Sportler, Schüler, Manager und Anderen, ein Werkzeug in die Hand zu geben mit dem sie über längere Zeit fehlerfreie Reaktionen hervorbringen können. Sie sind dadurch in der Lage, sich im richtigen Augenblick zu konzentrieren und letztlich auch ihre Emotionen richtig zu steuern.

Wie absonderlich die Vorstellung zuerst auch scheinen mag, ein Mensch kann lernen kreativ zu sein. Kreativität muss also nicht etwas sein, mit dem man geboren wird (das man entweder hat oder nicht), sondern sie kann durch entsprechendes Training (z.B. Biofeedbacktraining) erlernt werden. Jeder ist von Natur aus kreativ, aber viele benötigen das richtige Training, um dies zu nutzen.

 


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