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Gibt es die absolute Erinnerung?
Den früheren Direktor der Nervenklinik von Montreal, Wilder PENFIELD, waren schon Ende der 50er-Jahre überraschende Dinge aufgefallen. Bei Versuchen, die Schläfenlappen-Regionen des Gehirns über feinste Metallsonden elektrisch zu reizen, hatte er bei seinen Patienten längst vergessene Erinnerungen wachgerufen. Die Leute sahen das Tapetenmuster ihres Kinderzimmers, sie fühlten Gegenstände, sie rochen wieder den Harzgeruch ihrer heimatlichen Wälder und hörten alte Melodien. Bei allen Verhaltensweisen, Stimmungen, Körperbewegungen, Glücks- oder Wonnegefühlen, die durch elektrische Gehirnreize wiedererlebt werden, erschreckt die Konsequenz dieser Eingriffe: die Betreffenden können nämlich absolut nicht unterscheiden, ob das, was sie empfinden oder taten, das Ergebnis eines künstlichen Zustandes war, oder ob es ganz natürlich "über sie kommt".

Dieses Verfahren wird auch heute noch vor speziellen Gehirnoperationen angewandt (um bestimmte Hirnareale vor der Operation genauer zu lokalisieren), und viele Forschungsarbeiten bestätigten das Phänomen: Unser Gehirn speichert jede erdenkliche, auch noch so nebensächliche Information. Und diese Informationen können abgefragt werden: z.B. durch hypnotische Altersregression; oft genügen Schlüsselreize, um uns längst vergessene Geschehnisse wirklichkeitsnah wiedererleben lassen.

Erinnern sie sich:
Manchmal hört man unverhofft ein Lied aus dem Radio. Ein Lied, das mit einer melancholischen Erinnerung verbunden ist, kann z.B. die Platte sein, die Sie immer hörten, als Sie damals so verliebt waren. Oder das Lied, das Ihre Mutter immer sang, als Sie noch klein waren. Sofort verspüren Sie ein Gefühl, Emotionen tauchen auf und es ist, für Sekunden wenigstens, wieder wie damals. Das Lied hat in diesem Fall die Tagtrance aktiviert und diese hat Gefühle und körperliche Reaktionen von damals, wie z.B. schnelleren oder langsameren Herzschlag, veränderten Atem, etc. mittransportiert.

Zumeist genügt es auch schon, daß Sie an jemanden denken, den Sie lieben, hassen oder fürchten, damit sich der gleiche Effekt bemerkbar macht. Es gibt vieles, was solche Reaktionen in uns auslöst. (Die meisten Menschen, die dabei zusehen, wie jemand anderer in eine Zitrone beißt, werden bemerken, daß sich auch in ihrem Mund ein saures Gefühl einstellt und die Speichelproduktion angeregt wird.)

Im Zustand des eingeschränkten Bewußtseins gleiten wir in "unlösbaren" Situationen immer dann in Tagtrance, wenn das Bewußtsein nicht mehr daran glaubt, seine Lage anders verbessern zu können. Zur Tagtrance kann es kommen, wenn man sich einer Situation machtlos ausgeliefert fühlt - egal ob diese Selbsteinschätzung der Wahrheit entspricht oder nur auf Einbildung beruht.

Sich selbst aufgeben oder ein Schlüsselreiz ruft den Tagtrance-Effekt hervor. Dieser soll retten, was noch zu retten ist: die psychische Gesundheit.

Der schon beschriebene Prozeß nimmt seinen Lauf, es kommt zu einer leichten Dämpfung, die hinführt zu Müdigkeit, Apathie und schließlich zum Totstell-Effekt. Alles rundum wird dann nicht mehr so richtig wahrgenommen und vieles wird uns nicht mehr bewußt.

 

    Dieser Zustand wird subjektiv meist so erlebt:
  • Denkfaulheit,
  • Sprechfaulheit,
  • körperliche Trägheit,
  • Gleichgültigkeit, was auch geschieht,
  • Schwere der Glieder,
  • Zeitverzerrung (zumeist Zeitverkürzung, eine Fähigkeit
  • des Urbewußtseins),
  • Fremdheit des Körpers,
  • Schmerzdämpfung und
  • beim Wiedererwachen treten kleinere bis größere Erinnerungslücken auf - kein Wunder, es wurde ja vieles in einem anderen Speicher abgelegt.
Dieser alte Zustand, die Tagtrance kommt uns also in fast jeder nicht zu bewältigenden Situation zur "Hilfe".

Zum Beispiel:
Viele kennen den Zustand in abgeschwächter Form noch aus der Schulzeit: Ein Prüfungstermin, Angst zu versagen - eine für viele scheinbar unentrinnbare Situation. Die schon beschriebene Dämpfung tritt ein, Trägheit, Müdigkeit, Gleichgültigkeit und Erinnerungslücken - hervorgerufen durch die Abkehr von der linkshirnigen, logischen Gehirnhälfte. Natürlich versagt man in dieser Situation zumeist nach außen hin (und neue, zumeist negative Informationskomplexe kommen unbemerkt dazu). Doch eines ist für unser Urbewußtsein auf jeden Fall geschehen: es glaubt, einen Ausweg gefunden zu haben, sich nicht zu konfrontieren. Der Streß, die Angst war so groß, daß die einzige brauchbare Lösung darin bestand, sich wieder zurückzuziehen, sich zu dämpfen, um die Aufregung, die Erregung des Körpers zu unterbrechen und sich geistig so aus der Situation herauszuziehen.

Auch in diesem beschriebenen Fall natürlich ein Fehler. Aber unser Ursprungsbewußtsein, das diesen Mechanismus steuert, kann nicht unterscheiden zwischen echter und eingebildeter Bedrohung. Für unser Urbewußtsein genügt es, daß es starke Erregung wahrnimmt. Nun gibt es, wie wir wissen, im Großen und Ganzen nur drei Möglichkeiten auf Bedrohungen zu reagieren:

1. Angriff (Aggression)
2. Flucht (Vermeidung)
3. Die Dämpfung durch die Tagtrance (Resignation)

Von der Konsequenz des Angriffs und der Flucht haben wir in unserer Gesellschaft ebenso Angst, wenn nicht sogar größere Angst als vor dem Versagen. In allen Fällen entsteht aus einer solchen Situation Angst, Streß und Belastung. Nur wenige flüchten aus einem Klassenzimmer, und nur manche reagieren mit Aggression, also mit Angriff, denn diese Reaktionen wurden uns zumeist abgewöhnt. Nur ein Teil der Betroffenen ist imstande, Probleme ohne übermäßige Erregung und ohne Überbewertung der Situation zu lösen und dabei normal aktiv zu bleiben. Allen anderen bleibt nur die Flucht in die Tagtrance, um mit belastenden Situationen fertig zu werden.

Ganz anders verhält es sich mit einer tatsächlich lebensbedrohenden Situation. Hier gibt es wieder die drei Reaktionsmöglichkeiten Angriff, Flucht oder Tagtrance.

Der sympathikotonische Typ, (der A-Typ), reagiert, wenn es ihm möglich ist, mit Aggression, Angriff oder Flucht. Besteht keine dieser Möglichkeiten, geht er in letzter Konsequenz in die Tagtrance.

Der vagotonische Typ, (der B-Typ) neigt viel öfter als der sympathikotonische Typ zur Dämpfung. Er dämpft sich schon bei Kleinigkeiten. Er geht bei vielen, auch nur leichten Streßsituationen, in Tagtrance und erlebt große Teile seines Lebens gedämpft.

Viele Situationen, die uns bedrohlich erscheinen, "meistern" wir nur mit gleichzeitiger Dämpfung, also in Tagtrance. Und unsere urzeitlichen Hirnteile finden viele Situationen bedrohlich: Große Menschenmengen, Berührung von Fremden, Gedränge in Menschenmassen, bei Einkäufen in Supermärkten, bei Rockkonzerten; Fahrten in Straßenbahnen, wo viele Menschen auf engstem Raum sozusagen auf uns kleben, also auf Körperkontakt gehen (Dichtestreß). Hier könnten noch viele Beispiele angeführt werden. Biomedizinische Messungen zeigen, daß unser Körper in solchen Situationen unter starkem Streß steht; d.h. in einer stark gefüllten Straßenbahn, im Zug oder Autobus entsteht ein hohes Streß- und Angstpotential, daß sich in unserem Körper als Erregung manifestiert. Um in solchen Situationen besser bestehen zu können, greift nun wieder der Urzeit-Mechanismus Tagtrance/Dämpfung ein. Wir dämpfen uns, wir passen uns an, wie es so schön heißt. Wir vergessen, oder besser noch, wir verdrängen unsere Umgebung. So lassen sich unangenehme und ängstigende Situation am leichtesten meistern (wir sind eigentlich nur noch körperlich da, nicht selbst bewußt, sind dabei aber aufnahmefähig für unbewußte Programmierungen).

Tagtrance ist hier der Schlüssel zu einem vorgetäuschten inneren Wohlbefinden. Je öfter sich ein Mensch in einer solchen, für seine hochentwickelte Spezies unnatürlichen Situation befindet, um so öfter und bereitwilliger geht er in die Tagtrance - er paßt sich an. Er wird aber auch manipulierbarer und leichter zu lenken. Menschen, die in Wohnsilos, in künstlichen Wohnstätten wohnen, wo jedes Geräusch durch die Wände dringt, wo man eigentlich nie alleine ist, Menschen, die (auch aus finanziellen Gründen) weg vom Individualverkehr in die Massenverkehrsmitteln und Wohnsilos gedrängt werden, also Menschen, die unter ständigem erhöhten Druck durch zuwenig Freiraum stehen, haben aber nur die drei Möglichkeiten:

1. Angriff (diese wird in unserer Gesellschaft bestraft)
2. Flucht (wohin, und was dann?)
3. die leichteste aller drei Möglichkeiten: die Tagtrance, mit Tagträumen.

Aber auch andere Situationen führen sehr oft zum Entstehen der Tagtrance: z.B. eine monotone Arbeit an einem Fabriksfließband. Auch sie führt zu einer Belastung, aus der der Einzelne mittels Tagtrance flüchten will und muß. Nehmen wir ein Beispiel:

Ein Fabriksarbeiter, nennen wir ihn Daniel Mustermann, lebt in einer Großstadt in einem Häuserblock mit noch einigen tausend Mitbewohnern. Er erlebt den größten Teil seines Lebens in Trance. Sein Tag beginnt um sechs Uhr morgens. Er erwacht durch seinen Wecker. Durch die dünnen Wände seiner Wohnung hört er auch andere Mitbewohner seines Hauses - er hört ständig irgendjemanden. Er fühlt sich immer beobachtet, bemüht sich, nur nicht zu laut sein (=Dämpfung). Er bereitet Kaffee, ißt ein Brot, wäscht sich, zieht sich an - täglich das Gleiche. Er verläßt seine Wohnung, im Lift des Hauses trifft er noch andere Mitbewohner. Er grüßt und sieht durch die anderen hindurch (wieder Dämpfung). Er tritt auf die Straße, stellt sich an der Haltestelle an, immer noch ist er gedämpft. Er steigt in das Massenverkehrsmittel, noch größere Dämpfung ist nun nötig. Körper berühren sich, er findet keinen Platz. Menschen drängen sich aneinander - Daniel Mustermann nimmt keinen so richtig wahr. Er sieht durch sie hindurch. Vor der Fabrik angekommen trifft er wieder auf Menschen, ihm bekannte Menschen, Kollegen, er wird etwas bewußter, weniger Dämpfung ist angesagt. Am Arbeitsplatz geht es dann wieder los. Monotone Arbeit, nichts, was eine bewußte, dauernde Konzentration erfordert. Die Tagtrance kommt auch da zu Hilfe: Tagträume erleichtern auch diese Situation und kürzen den Arbeitsprozeß ab. Am Abend wieder zurück in die Straßenbahn, das gleiche Spiel, zurück in die Wohnung, die Dämpfung lockert sich. Wenn der Effekt der Dämpfung zuwenig war, unterstützen ihn viele noch mit etwas Alkohol, dessen Wirkung sehr der Tagtrance ähnelt. Nur so läßt sich dieses Leben erträglich leben. Die täglichen Portionen von Trance machen aus Daniel Mustermann eine angepaßte, leicht zu lenkende Person. Nur wenige werden aggressiv oder flüchten, die meisten bleiben und dämpfen sich. Sie erleben ihr Leben nicht mehr voll bewußt, sondern die Tagtrance wird zu ihrem Leben (viele negative Informationen prägen sich in diesen Zustand ein). Bis auf wenige "voll" bewußte Augenblicke zieht das Leben an ihnen vorbei - sehr schnell, denn die Zeit in der Tagtrance unterliegt der Zeitverzerrung des Ursprungsbewußtseins. Stunden sind oft wie Minuten. Vieles ist Daniel Mustermann nicht wirklich bewußt. Die meisten Geschehnisse des Tages sind für ihn im Urbewußtsein spurlos verschwunden. Ihm fehlen große Teile der Erinnerung über das Tagesgeschehen in der Fabrik, von seinem Heimweg, und auch oft von großen Teilen seines übrigen Lebens. Er ist das Leben in seiner Traumwelt gewöhnt, und er will zumeist auch nicht daraus erwachen.

Bevor wir über die Biofeedback - Dehypnose und das psychogene Training sprechen wollen, sollten wir uns noch ansehen, welche Rolle die Tagtrance bei der Hypnoseeinleitung spielt. Der Tagtrancezustand geht, wenn er sich vertieft, in eine Hypnose über. Dabei erfolgt ein Wechsel der Hirnhälftendominanz - der in Tagtrance sinkende, in Hypnose gleitende, verläßt seinen dominanten Denkstil. Nun ist es auch klar, warum es im hypnotischen Zustand gelingen kann, gewohnte Denkmuster, alte Informationskomplexe und Ketten zu "überschreiben" oder besser noch, zu modifizieren. Ein völlig anderes urbewußtes "Denken" setzt in der Hypnose ein. Eine völlig andere Persönlichkeitsstruktur (die rechtshirnige) übernimmt eine beschränkte Kontrolle und hält auch den Rapport zum Hypnotiseur. (In der Hypnose ist das Bewußtsein im Wesentlichen auf den Hypnotiseur ausgerichtet, er übernimmt die Rolle des Steuermanns. Diesen zumeist verbalen Kontakt nennt man Rapport.)

Jede wirksame Selbsttherapie, jedes psychische Selbsttraining führt über den Weg der bewußten Selbstbeeinflussung zu einer Umprogrammierung des Urbewußtseins. Neue Informationsverbindungen müssen geschaffen werden, Informationsketten mit unnötigen, und auch störenden Inhalten müssen positiv verändert werden, damit ein anderes Verhalten und andere Reflexe wirksam werden können. Jeder Einzelne kann so erfahren, daß er seiner Situation nicht hilflos ausgeliefert ist, sondern: "jeder ist selbst sein eigener Programmierer" - im Guten wie im Schlechten.

Der einzige Ausweg aus der Hilflosigkeit ist eine Dehypnosetherapie, ein Psycho-Neuro-Kybernetik-Training und Biofeedback zum "Erwecken" und Aktivieren der Selbstbestimmungsmechanismen. Durch ein gezieltes Bewußtmachen unbewußter Strukturen, wird das Ursprungsbewußtsein offen und ein Fehlverhalten wird weitgehend vermieden. Die in Tagtrance entstandenen Problemketten werden deaktiviert und umprogrammiert.

Aus der Praxis:
Wenn er zornig wird, hat er immer Kopfschmerzen;
wenn er unglücklich ist, überißt er sich immer,
wenn er ißt, bekommt er immer Magenschmerzen.

 

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